Bauprojekt Haus am Baum

  • April - Juli 2021
    Die ersten Holzaußenwände stehen
    Die ersten beiden Stockwerke erhalten ihre Außenwände aus Holz. Der Aufbau klappt innerhalb von wenigen Tagen im Bauabschnitt direkt an der Ausoniusstraße.
  • Januar - März 2021
    Trier bekommt ein neues "Wahrzeichen". Der Baukran für das "Haus am Baum" überragt mit seinen Ausmaßen das Moselufer am Martinskloster. Die ersten Fundamente werden in Beton gegossen und die Kellerräume entstehen ab Mitte März.
  • 9. Dezember 2020
    Virtuelle Grundsteinlegung für neue Studiwerk-Wohnanlage „Haus am Baum“

    14,6 Millionen Euro werden in ein „Leuchtturmprojekt“ investiert

Trier/Mainz. „Ich bin überzeugt das Haus am Baum ist schon heute ein Vorreiter und ein Leuchtturmprojekt für unser Land“, lobte Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Bauprojekt bei seiner virtuellen Grundsteinlegung am Mittwoch, 9. Dezember, in Trier. 14,6 Millionen Euro investiert das Studierendenwerk Trier in den Holzhybridneubau zur Errichtung von 110 barrierefreien Appartements bis zum Sommersemester 2022. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte das Studiwerk auf geladene Gäste zur Grundsteinlegung verzichtet und den kompletten Ablauf virtuell auf seinem YouTube-Kanal übertragen.

Als Verwaltungsratsvorsitzender im Studierendenwerk Trier hinterlegte Professor Dr. Matthias Wolz eine sogenannte Zeitkapsel im Grundstein und erklärte dabei: „Das Studiwerk Trier möchte für viele Jahrzehnte 110 Trierer Studis ein ressourcenschonendes Dach über dem Kopf bieten, das sich als wahre Wohn-Oase erweist, in der es sich prima leben, lesen und lachen lässt – getreu unserem Motto: Einfach studieren“. Für das Haus am Baum wurde eine Holzhybridbauweise gewählt, die umweltschonend mit einem Blockheizkraftwerk plus Luft- Wasser-Wärme Pumpe und Photovoltaik, das komplette Gebäude mit Energie versorgt. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Infrastrukturmaßnahme mit mehr als 2 Millionen Euro aus dem Förderprogramm zur Schaffung von studentischem Wohnraum mit der landeseigenen Investitions- und Strukturbank, kurz ISB. Das Holzcluster Rheinland-Pfalz hat den Bau mit 100.000 Euro als umweltschonendes Leuchtturmprojekt gefördert. Die landeseigene Initiative Experimenteller Wohnungs- und Städtebau hat 30.000 Euro Förderung bereitgestellt.

Als besonderen „Clou“ bezeichnete die Ministerpräsidentin in diesem Zusammenhang, das kulturell-künstlerische Projekt „Wohn-Zeit-Raum“ in Kooperation mit der Universität Trier. In jeder Wohneinheit erhält ein Mieter ein Artefakt mit einem historischen Bezug zu der 1.700 Jahre alten Baugeschichte des Martinsklosters. „Eine wunderbare Idee, denn wir in Trier leben Geschichte“, sagte Malu Dreyer. Für den Geschäftsführer im Studierendenwerk Trier war die virtuelle Grundsteinlegung ein wichtiger Meilenstein in der mittlerweile 10-jährigen Planungsphase für den Neubau: „Beim Haus am Baum haben  so viele Menschen Herz, Hand und Hirn zu Gunsten dieses bereits vor der Erbauung preisgekrönten Gebäudes eingebracht, dass wir heute stolz und dankbar an dieser Stelle stehen können“, so Andreas Wagner.

Parallel zum Neubau wird die derzeit leerstehende Wohnanlage Martinskloster generalsaniert. Hier investiert das Studierendenwerk nochmals 5 Millionen Euro damit dann insgesamt 200 Appartements für Studierende bis zum Sommersemester 2022 in neuem Glanz erstrahlen.

Der Online-Stream von der virtuellen Grundsteinlegung kann jederzeit auf dem YouTube Kanal des Studiwerkes unter dem folgenden Link abgerufen werden.
  • Im Herbst ist der Weg frei: Planungen für die Grundsteinlegung laufen
Im Oktober präsentiert sich die Baustelle fast komplett frei von der ehemaligen Wohnanlage Martinskloster. Im Studierendenwerk Trier beginnen nun die Vorbereitungen für den offiziellen Festakt zur Grundsteinlegung am 3. Dezember 2020 um 11:00 Uhr. Aufgrund der Corona-Pandemie wird es ein virtuelles Format für alle Interessierten auf dem YouTube-Kanal vom Studierendenwerk Trier geben.

  • Im Sommer schreiten die Abrissarbeiten gut voran - Bereits Ende August Abschluss!
Die günstige Witterung hatte einen wesentlichen Anteil daran, dass im Sommer die Abrissarbeiten am Altbestand zügig umgesetzt wurden. In der letzten Augustwoche fielen die letzten Mauerstücke der ehemals sechsgeschossigen Wohnanlage. Ein beeindruckender "Freiblick" auf das Naturdenkmal Rotbuche bietet sich nun auf der Baustelle "Haus am Baum".


  • Neues vom „Haus am Baum“:
    100.000 Euro für zukunftsweisendes Gesamtkonzept

Der Fördermittelgeber Holz-Cluster-Rheinland-Pfalz fördert das „Haus am Baum“ als ein „Leuchtturmprojekt“ mit 100.000 Euro. „Wir haben sehr erfreut vernommen, dass der Fördermittelgeber Holz-Cluster-Rheinland-Pfalz unser Haus am Baum bei der Preisverleihung mit einem (maritimen) Wegweiser verglichen hat und wir tun alles dafür die hohen Erwartungen in unseren ambitionierten Holz-Hybridbau zu erfüllen“, war die erste Reaktion von Studiwerk-Geschäftsführer Andreas Wagner.

„Mit dem herausragenden und ambitionierten Bauprojekt werden die Belange von zukunftsweisendem Wohnen, Umwelt- und Naturschutz dank kluger Planung, anspruchsvoller Architektur und nachhaltiger Materialien vorbildlich vereint. Darüber hinaus wird dringend notwendiger Wohnraum für Studentinnen und Studenten geschaffen“, begründete Umweltministerin Ulrike Höfken die Preisvergabe.
 
Das neue Gebäude mit seinen 110 barrierefreien Appartements, in unmittelbarer Nähe des historischen Martinsklosters und nahe der Mosel gelegen, ersetzt den bisherigen Bau aus den 70er Jahren. Konzipiert ist das Gebäude in einer Holz-Hybridbauweise mit modularen, vorgefertigten Bauelementen. Damit können sowohl die durch die Baustelle verursachten Verkehrsstörungen als auch die Bauzeit reduziert werden. Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters 2022 soll das Wohnheim fertiggestellt sein.

„Holz im Herzen“
Die Holztafelbauweise der Außenwände berücksichtigt auch den Lärmschutz auf der zur Straße gerichteten Seite. Die Geschossdecken sind als Holz-Betonverbund vorgesehen, wobei die Decke holzsichtig bleibt. Die Dachkonstruktion wiederum wird komplett in Holz gehalten.

Durch den Neubau entsteht ein attraktiver und einladender Innenhof, in dessen Zentrum eine jahrhundertealte Blutbuche steht, ein Naturdenkmal von übergeordneter Bedeutung. Das Studierendenwerk betrachtet den Schutz und Erhalt dieses Naturdenkmals als besondere Verpflichtung, es ist zugleich Namensgeber des Projektes: „Haus am Baum – Holz im Herzen“.

Das Energiekonzept für den Neubau ruht auf mehreren Säulen. Für die Energieerzeugung sorgen eine Photovoltaikanlage auf einem Teil des Daches sowie ein Erdgas-Blockheizkraftwerk. Diese soll unter anderem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und die zentral arbeitende wärmerückgewinnende Lüftung betreiben, mit der alle 110 Wohnungen ausgerüstet sind. Eine Echtzeitinformation über den Energiestatus der Anlagen wird den Mieterinnen und Mietern online zur Verfügung gestellt, so dass diese ihr eigenes Nutzungsverhalten hin zum Energiesparen optimieren können.

Mit dem „NABU Region Trier“ als Kooperationspartner wurde zudem eine Möglichkeit erkannt und die Chance ergriffen, dem Projekt einen weiteren, ökologischen Aspekt hinzuzufügen: Die Fassade eignet sich dazu, um dort für Schwalben und Fledermäuse sogenannte Fassadenquartiere einzurichten.


  • Erste Bauarbeiten haben mit der Entkernung und dem Teilabriss begonnenBaumschutzmanagement für die Rotbuche installiert
Die Arbeiten für die neue Wohnanlage "Haus am Baum" haben im März 2020 mit der Entkernung des Altgebäudes begonnen. Im Mai wurde ein umfangreiches Baumschutzmanagement für das Naturdenkmal im Innenhof installiert. Wassersensoren wurden ins Erdreich rund um die Rotbuche eingebracht, um die ausreichende Feuchtigkeitsversorgung des Baumes während der Bauarbeiten zu gewährleisten. Im Juni wurden bereits erste Teilgebäude abgerissen und derzeit ist der Blick auf den Innenhof zum Martinskloster von der Straße aus frei.

  • Europaweiter Architekturwettbewerb „Ersatzneubau Martinskloster“: Preisträger stehen fest
    Das Studiwerk hatte im Frühjahr 2018 europaweit Architekturbüros eingeladen sich am Planungswettbewerb für den „Ersatzneubau Martinskloster“ zu beteiligen
    Nach einer Präqualifikationsphase wurden dafür 15 Büros vorausgewählt, wovon 13 in der ganztägigen Preisgerichtssitzung am 17. Oktober durch ein vielköpfiges Preisgericht (besetzt mit VertreterInnen der Stadt Trier, des Finanzministeriums, des Auslobers und Architekten-Juroren) unter der Leitung von Prof. Kunibert Wachten anonym begutachtet und bewertet wurden.
    Sämtliche Wettbewerbsarbeiten konnten vom 22. Oktober bis Freitag, 26. Oktober, im Gebäude S, 2. Stock, Raum 212 der Hochschule Trier – Campus Gestaltung, am Paulusplatz 4 von der interessierten Öffentlichkeit besichtigt werden.

    Der Auslober Studiwerk freut sich sehr, dass dieses umfangreiche Verfahren erfolgreich abgeschlossen werden konnte und mit den 3 Preisträgern:

Architekten Stein-Hemmes-Wirtz, Kasel        
Architekten BKSP, Hannover        
HKS-Architekten, Aachen

geeignete Kandidaten für die konkrete Projektumsetzung gefunden wurden, die nun in einem anschließenden Vergabeverfahren den Gewinner unter sich ausmachen werden.
Verbunden mit einem ausdrücklichen Dank weist das Studiwerk gerne darauf hin, dass die Kosten des Wettbewerbs durch das Finanzministerium Rheinland-Pfalz getragen werden.
Nötig wurde der Wettbewerb, um für das Wohnprojekt „Ersatzneubau Martinskloster“ eine Kreditförderung durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (kurz: ISB) zu erhalten.





* ca.-Angaben

Legende:

Grafik: Legende.



Foto: Wagner.

Andreas Wagner

Geschäftsführer
Tel.: 0651 / 201 - 3561
E-Mail: andreas.wagner@studiwerk.de